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Neverwinter Nights 2 - Review
Drei große Rollenspiele erschienen 2006. Darunter der Nachfolger von Neverwinter Nights. Mehr oder weniger. Eher weniger. Neverwinter Nights 2 ist der zweite Titel von Obsidian Entertainment, die sich zuvor für Knights of the old Republic 2 verantwortlich zeigten. Eine kleine Tradition, die Fortsetzungen von Rollenspielen aus dem Haus Bioware fortzusetzen, wie es scheint. So kommt es auch zu dem erstaunlichen Ergebnis: Neverwinter Nights 2 spielt sich nicht wie der Nachfolger von Teil 1, sondern wie ein Mischmasch aus Knights of the Old Republic, Baldur's Gate 2, Planescape: Torment und einem Schuß Neverwinter Nights 1. Nicht gerade die schlechteste Mischung.


Baumschutz der anderen Art
Neverwinter Nights 2 basiert auf einem Rollenspielsystem namens "Dungeons and Dragons" in der Version 3,5. Das bedeutet vielerlei: Von der Welt in der es spielt mit all den Namen, Völkern und Persönlichkeiten; den Kampfsystem, welches klassischen Rollenspielen gleicht - man wählt das Angriffsziel aus, und der Charakter schwingt dann selbst die Waffen, wobei die Charakterwerte bestimmen, ob man trifft oder nicht; bis hin zur Erstellung der Spielfigur. Diese ist in Neverwinter Nights überaus komplex und abwechslungsreich geraten.

Während man bei Oblivion das Gesicht mit hunderten Einstellungen zurechtschneiden konnte, hat man eine ähnliche Auswahlfülle in Neverwinter Nights 2 bezüglich der Charaktereigenschaften. Nicht, was das Aussehen anbetrifft - man hat pro Geschlecht je Rasse etwa 5 Köpfe zur Auwahl, die je nachdem Bärte haben können, dazu kann man aus einem Dutzend Frisuren auswählen, die Haut-, Augen- und Haarfarbe bestimmen. Um es vorweg zu sagen: Die meisten Köpfe sind ausgesprochen häßlich. Meist gibt es pro Geschlecht je Rasse nur ein oder zwei Köpfe, die gut aussehen. Oder auch keine - sämtliche Halbelfen sind eine Beleidigung für die Augen.

Rasse und Geschlecht? Ja. Dem Spieler stehen insgesamt 16 Rassen zur Auswahl - von Standardkost wie Menschen über Abkömmlinge von Dämonen mit kleinen Teufelshörnchen ("Tieflinge") über Tiefengnome ("Svifnerblin") über Dunkelelfen ("Drow") über Halborks und viele, viele, viele weitere Rassen. Alle haben individuelle Vor- und Nachteile. Sonnenelfen sind besonders intelligent, aber fragil. Tieflinge geschickt und clever, aber sind nicht die großen Charmeure, und so weiter und so fort.

Dem Spieler stehen dann zwölf Charakterklassen zur Auswahl. Da ist alles bei, was das Herz begehrt - von Zauberern, über Kämpfern, Druiden, Barden, Mönchen, die neue "Warlock"-Klasse (welche eine Art Dämonenmagie praktiziert) und viele mehr.
Jede Klasse kann dann noch individuell angepaßt werden. Einmal müssen die Attribute festgelegt werden, wie Intelligenz oder Stärke oder Konstitution. Soll dann der Zauberer mehr auf Feuerbälle oder Geistestricks setzen? Will der Paladin mit der Großaxt oder mit Rapier und Dolch kämpfen? Das ist eine Frage von Talenten. Dazu kommen dann noch die Fähigkeiten: Will man gut Leute überreden können? Aus seltenen Materialien neue Gegenstände schmieden? Fallen entschärfen? Insgesamt gibt es 28 Fähigkeiten, und weit über 100 Talente. Deren Auswahl bringt nicht nur Boni, sondern ermöglicht es auch, später eine von sechszehn Prestigeklassen zu wählen - darunter solch illustre Klassen wie der Drachenjünger, der Assassine, der Kriegspriester oder der zwergische Verteidiger.

Wie man sieht, ist die Charaktererstellung eine der komplexesten seit langer Zeit. Bei D&D-Umsetzungen war es eigentlich immer so, daß man vor dem Spiel das Handbuch durchlas, über die Möglichkeiten brütete, seinen Charakter durchdachte. Denn die Werte der Charaktere sind wichtig! Viele Talente und Prestigeklassen haben Voraussetzungen. So braucht man für den Zweiwaffenkampf eine hohe Geschicklichkeit. Kleriker brauchen eine hohe Weisheit, um alle Zaubersprüche erlernen zu können. Und vieles mehr. Solche Dinge erfährt man im Handbuch.


Wenn es denn eins gäbe. Das kleine Heftchen, was NWN2 beiliegt, taugt bestenfalls als Toilettenpapier. Da hat das Spiel eine so schöne, umfangreiche Charaktererschaffung, vom Aussehen der Figuren einmal abgesehen sicherlich eine der besten überhaupt, und dann so ein Heft von nicht einmal 30 Seiten, wo sämtliche Erklärungen schlicht und ergreifend fehlen. Danke Atari Deutschland!

Der US-Version liegt ein umfangreiches Handbuch bei, welches man übersetzt als pdf-Datei auf der DVD findet. Am Bildschirm so lange Texte lesen ist toll

Eine Frage der Sprache
Überhaupt sollte erwähnt werden: Die DVD, welche in der Packung liegt, ist multilingual. Heißt: Man kann sich die deutsche Version installieren. Oder die englische. Oder auch die französische. Ganz, wie es einem beliebt. Äußerst kundenfreundlich! Wer die englische Fassung möchte, muß also nicht zum Importeur eilen.
Wie die Übersetzung geworden ist? Durchwachsen. Die Anzahl an Sprechern ist etwas niedrig (heißt: Verschiedene Charaktere klingen gleich), zudem fehlt oft die emotionale Beteiligung der Charaktere. Im Vergleich zu vielen anderen Übersetzungen ist die deutsche Version von NWN2 richtig gut geworden. Aber leider immer noch ein ganzen Stück vom Original entfernt. Wer der englischen Sprache mächtig ist und gelegentlich mal importierte Titel spielt, sollte die englische Version bei der Installation wählen. Aber man kann beruhigt die deutsche Version spielen - lediglich Gefühle bringen die Stimmen nicht ganz so gut zum Ausdruck.

Allerdings hier die Warnung an alle, die viel Wert auf Sprachausgabe legen: Nur etwa die Hälfte der Gespräche in Neverwinter Nights 2 ist vertont, der Rest muß gelesen werden. Die vertonten Gespräche sind nahezu alle als kinoartige Zwischensequenzen umgesetzt, die man schon aus Knights of the Old Republic kennt.

Das Erbe von Baldurs Tor
In Neverwinter Nights 2 steuert man nicht nur seinen am Anfang des Spiels erschaffenen Helden. Wie in Baldur's Gate stoßen im Laufe des Abenteuers Begleiter dazu, bis man irgendwann mit einer Gruppe durch die Landen zieht. Es gibt keine Formationen, aber jedes Gruppenmitglied kann vom Spieler gesteuert, ausgerüstet und aufgelevelt werden. Hat zudem eine Persönlichkeit und ist in der Geschichte verankert - sehr große Unterschiede im Vergleich zu den Söldnern aus NWN1. Hinterher kann man mit bis zu vier zusätzlichen Charakteren durch die Welt reisen. Von kampfwütigen Zwergen über verzogene Hexenmeisterinnen bis hin zu sehr exotischen Persönlichkeiten ist alles vertreten. Allein Planescape Torment brachte mehr Verrücktheiten, denn einen schwebenden Schädel als Gruppenmitglied gibt es in Neverwinter Nights 2 nicht.

Leider ist die künstliche Intelligenz der Begleiter nicht gerade die beste. Für Kämpfer reicht sie. Zauberer sollte man aber unbedingt selbst steuern - ansonsten werden Feuerstürme an alleine stehenden Orks verschwendet, im Kampf gegen Drachen sich in einen Dachs verwandelt, oder die eigene Gruppe durch Meteorhagel mit ausgelöscht. Zum Glück verletzen Zauber mit Flächenwirkung in den beiden niedrigen Schwierigkeitsgraden nie die eigene Gruppe.

Obwohl die Gruppe also ein gewisses Maß an Micromanagement erforderlich macht, kann gar nicht stark genug betont werden, welchen Gewinn an Spielspaß sie bringt. Seit Jahren gab es keine so interessante und abwechslungsreiche Gefährten mehr. Die zudem eine tragende Rolle spielen. Auch ständig die Handlungen des Spielers kommentieren. Und deren Beziehung zum Spielercharakter auch davon abhängt, wie dieser sich ihnen und der Welt gegenüber verhält. Anders ausgedrückt: Das Einflußsystem aus Kotor2 ist wieder da. Und diesmal hat es viel mehr Auswirkungen auf das Spiel.

Trautes Heim
Wie sieht das eigentliche Spiel aus? Man startet in Westhafen, einem Sumpfdorf, in dem man aufgewachsen ist. Wie es der Zufall so will, wird Westhafen angegriffen, und man selbst muß mit einem Silberklumpen fliehen. So beginnt Neverwinter Nights 2. Ziemlich stereotyp, also. Auch wenn die Geschichte nicht übermäßig innovativ ist, so gibt es doch so manche kleine und große Wendung, samt mehreren Überraschungen.

Man reist nur an Orte, die "interessant" sind. NWN2 bietet keine komplett begehbare Welt. An "Kartenübergängen" erscheint meist eine Weltkarte, von der aus das nächste Reiseziel ausgewählt werden kann. Das erinnert an Baldur's Gate. Reist man also von Niewinter zu den Zwergen in den Bergen, vergeht dazwischen nur ein Ladebildschirm.

Und was für Orte besucht man so? Die titelgebende Stadt Niewinter ist natürlich mit von der Partie, daneben so manches Dorf und viele Berge. Die Orte sind ziemlich abwechslungsreich, immer mit passender Musik untermalt, und sehr lebendig. Da rennt man in Niewinter plötzlich in einen Wettbewerb der Barden hinein und trifft einen der sympatischsten Charaktere der Spielgeschichte (ich mußte spontan an Saemon Havarian denken). Als man an einer Kneipe vorbeiläuft, wird man direkt angepöbelt. Wobei zu sagen ist, daß es zwar Tag- und Nachtwechsel gibt, allerdings keine Tagesabläufe der Nichtspielercharaktere. Dafür aber gehört der Nachthimmel mit zu dem schönsten, den es bisher in Spielen zu sehen gab.

Und irgendwann hat man ein neues Heim. Groß angekündigt ist die Festung ein Spiel im Spiel. Die Festung ist, wie auch die Gruppencharaktere, sehr liebevoll in das Spiel eingebaut.

Ebenso findet sich in NWN2 ein sehr umfangreiches Schmiedesystem. Zuerst kann man aus seltenen Materialien neue Waffen und Rüstungen schmieden, diese dann von Magiern verzaubern lassen. Ein Zweihandschwert aus kaltgeschmiedetem Eisen (Spezialschaden gegen Teufel) mit zusätzlicher Trefferchance, Blitz- und Feuerschaden ist eines der unzähligen Möglichkeiten. Die richtigen Fähigkeiten und Talente vorausgesetzt.

Mit zwei Füßen auf der Landstraße balancieren
Leider unterstützt das Schmiedesystem ein Problem des Spiels. Der Schwierigkeitsgrad entwickelt sich sehr seltsam. Beginnt das Spiel verhältnismäßig leicht, zieht es dann mit einem mal stark an, um dann wieder bis zum Ende deutlich nachzulassen. Dann wiederum folgen einige sehr harte Kämpfe. Insbesondere mit selbstgeschmiedeten Gegenständen wird diese Talfahrt des Schwierigkeitsgrads noch verstärkt. Durch Patches ist dies zum Teil behoben. Dennoch bleibt leider festzuhalten, daß sich die Herausforderung nicht optimal entwickelt.

Kämpfen ist Silber, Reden ist Gold
Zum Glück sind es nicht die Kämpfe, welche den Hauptanreiz von Neverwinter Nights 2 ausmachen, sondern die Geschichte und die Dialoge und die Aufträge. Es gibt einige außergewöhnliche Aufträge in NWN2, deren Klasse sonst von kaum einem Rollenspiel der letzten Jahre erreicht wird. Das sind gerade nicht die Aufträge, die sich durch Kämpfe auszeichnen. Es gibt da sehr gelungene, wie das Suchen von Beweisen und ein daran anschließendes Gerichtsverfahren. Andererseits auch Aufträge, die man hassen wird - das Einsammeln, wo man Schritt für Schritt Figuren durch eine Höhle lotsen muß, und der Weg durch das An- und Abschalten von Lichtern vorgegeben wird. Zum Glück ist dieser Auftrag einmalig - nur einmal vorhanden.

Zwischen den Gruppenmitgliedern werden auch fortwährend Kommentare ausgetauscht - vorsichtig ausgedrückt. Manche kommen besser miteinander aus, manche so gar nicht. Auch gibt es Eifersüchteleien. Viele Gespräche innerhalb der Gruppe sind sehr stimmungsvoll und auch lustig. Jeder Charakter hat dabei so seine Momente. Gerne würde ich an der Stelle Beispiele geben - aber damit würde ich das Spielerleben wohl verderben. OK, einer: "Prejudiced? I'm not prejudiced! By the Nine Hells, I even travel with a back-stabbing Tiefling of all things, and you know how her kind are!" Genauso gibt es einige sehr einprägsame Figuren außerhalb der Gruppe im Spiel, die man so schnell nicht vergißt.

Verschiedene Wege, ein Ziel
Im Laufe des Spiels muß man Entscheidungen treffen. Schließt man sich der Stadtwache an, oder den Dieben? Bei den miteinander hadernden Gruppenmitgliedern, wen unterstützt man? Wen läßt man zuhause in der Taverne verrotten? Baut man seine Festung zu einem Leuchtfeuer der Hoffnung aus, oder zu einem Fanal einer dunklen Terrorherrschaft? Handelt man gütig, oder böse?

Diese Entscheidungen beeinflussen den groben Verlauf der Geschichte nicht, wohl aber das Ergebnis, viele Aufträge und Ereignisse. Die eigenen Taten haben Konsequenzen, und sie sind nicht immer sofort spürbar, wohl aber immer logisch.

Auch innerhalb der einzelnen Wege gibt es Möglichkeiten, unterschiedlich zu handeln. Hält man sich als Wachmann haargenau an die Gesetze, oder drückt man (gegen ein Entgelt) auch mal ein Auge zu? Rennt man auf der Diebesseite als psychotischer Pyromane durch die Stadt, oder versucht man, Kollateralschäden zu vermeiden? Versucht man, möglichst alle Gruppenmitglieder ein wenig glücklich zu machen, oder nur einige wenige, die dafür aber sehr glücklich? Entscheidungen, die Konsequenzen haben. Gut!


Jenseits der Kampagne
Ist das alles? Nein! Das ist alles nur mit mitgelieferte Kampagne. Zu NWN2 gehört ein Toolset, ein Programm, mit dem neue Geschichten erschaffen werden können. Zudem bietet NWN2 einen Mehrspielermodus. Module, also neue Geschichten oder die vorhandene Kampagne, können alleine gespielt werden, oder zusammen mit anderen. Und auch permanente Welten gibt es - quasi wie MMO-Welten, bloß ohne monatliche Kosten.

Bei all den positiven Eigenheiten sollten aber nicht die zwei Probleme von NWN2 verschwiegen werden. Auf der einen Seite ist NWN2 enorm hardwarehungrig. Bei weitem nicht so wie Gothic 3, aber gut optimiert ist etwas anderes. Während viele Gebiete auch auf schwächeren Rechnern gut laufen, gibt es da so einige, bei denen schon ein moderner Rechner da sein sollte (beispielsweise das Innere der Festung, oder Burg Nie). NWN2 bleibt trotzdem spielbar - dank des Kampfsystems und der Pausierfunktion. Bloß ist ein Ruckeln dann schon störend. Die minimalen Systemanforderungen sind daher etwas zu niedrig angegeben. Was empfohlen wird, sollte man schon in der Daddelkiste haben.

Ein weiteres Problem ist eine manchmal nervige Menge an notwendigem Micromanagement. Sei es die Party, wo man die Zauberer dank der KI besser selbst steuert. Sei es die Steuerung, wo man den Kamerawinkel immer wieder neu postieren muß, um alles erkennen zu können. Seien es die Kampfmodi, die sich nur haargenau am Anfang einer jeder Runde umstellen lassen (da NWN2 in Echtzeit läuft, man also sehr exakt zeitlich klicken muß. Und keinesfalls zu oft). Sei es manche Kämpfe gegen Massen von Gegnern, die kaum Erfahrung bringen und für die meisten Gruppen keine Herausforderung darstellen dürften, sich daher anfühlen, als würden sie bloß das Spiel in die Länge ziehen. Und einiges mehr. Das macht NWN2 zwar nicht zu einem schlechten Spiel, es trübt aber etwas den Eindruck.

Dann, nicht wirklich ein Problem, aber dennoch erwähnenswert, ist der Faktor Geschichte. Wie in Planescape: Torment und Knights of the old Republic 2 bekommt man umso weniger von der Geschichte mit, je weniger Einfluß man bei den Gruppenmitgliedern hat, und umso niedriger bestimmte Charakterwerte sind. Verpaßt man zuviel, kann der Eindruck entstehen, das Spiel sei unfertig und vieles bliebe unaufgelöst. Tatsächlich finden sich viele Antworten auf Fragen, die einem nach dem Abspann im Kopf herumschwirren, schon irgendwo im Laufe des Spiels - man muß diese nur erst einmal finden, was wiederum an Bedingungen geknüpft ist. Ist sicherlich nicht jedermanns Sache.

Fazit
Neverwinter Nights 2 hat sicherlich seine Macken, aber auch sehr viele gute Punkte. Wer Rollenspiele vom Schlag Knights of the Old Republic mag, kann auf alle Fälle zugreifen. Auch für Freunde Baldur's Gate lohnt sich ein Blick - zwar kommt NWN2 nicht an den genialen zweiten Teil heran, aber es ist das erste Rollenspiel seit Jahren, welches sich überhaupt der Legende annähert. Und im Falle von NWN2 sogar ein ziemlich großes Stück.

Allgemein ist NWN2, ein ausreichend starker Rechner vorausgesetzt, ein sehr gutes Spiel. Keine Legende. Aber jedem, der ein Herz für Rollenspiele hat, zu empfehlen. Anders als seine zwei Mitbewerber ist NWN2 kein Action-RPG, was erwähnt werden sollte, aber in die Wertung nicht mit einfließt.

Zudem sei darauf hingewiesen, daß es in der Verkaufsversion angenehm wenige Fehler gibt. Zwei von zweihundert Schmiederezepten funktionieren nicht, da wurde mal aus einer Kuh in der Beschreibung ein Mann, und dort gibt es unter ganz bestimmten Situationen Probleme mit Zwischensequenzen. Kaum wirklich etwas, das das Spiel beeinträchtigt. Und wenn, dann kann es in aller Regel durch das Laden eines älteren Spielstands behoben werden. Und Patches haben mittlerweile schon das ihre getan.

Zudem erhält man mit Neverwinter Nights 2 nicht nur das Spiel an sich, sondern auch die Möglichkeit auf unzählige weitere Geschichten - von Fans erstellt und kostenlos. Die Frage der Potentialwertung macht das schwierig. Es kann ein extrem gutes Spiel, gleich einer Legende werden. Oder einfach nur sehr gut bleiben. Dem eigentlichen Spiel fehlt dafür das kleine Quentchen außergewöhnliche Genialität. Wird dieser Funke irgendwann entzündet? Wer weiß. Da muß mich erst etwas von überzeugen, vorab vergebe ich die höchste aller möglichen Wertungen nicht. Möglich ist es, bloß wie wahrscheinlich? In dem Sinne:

Verkaufsversion: Empfehlenswert (4 von 5)

Potential: Empfehlenswert (4 von 5)

geschrieben von bg2408
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