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Herzlich Willkommen auf www.rpgschrein.de. Wir laden euch ein auf eine Reise in die Welt der westlichen Rollenspiele. Bei uns findet ihr Reviews und Previews alter und neuer Perlen der westlichen Rollenspiele-Schmieden, ausserdem regelmässige News zu den Fortschritten aktueller Spiele. Darüber hinaus eine etablierte und hilfsbereite Community. Viel Spaß - Euer RPGSchrein-Team -
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Unser Reviewsystem - Erklärung
Wir haben uns für den RPGSchrein ein besonderes Reviewsystem ausgedacht. Eines, das dem Zweck dieser Seite entsprechen soll. Unser Ziel ist es, über Rollenspiele zu informieren. Ein Test dient der Information. Aber was sagen Wertungen genau? Wie spürbar ist der Unterschied zwischen einem 76% und einem 81% - Titel? Ist ein Spiel mit einer Wertung von 10/10 Punkten doppelt so gut wie ein Titel mit 5/10 Punkten? Mit Zahlen gerecht zu bewerten ist schwierig.



Daher haben wir uns für ein Kategoriensystem entschieden. Ja, jeder Kategorie ist die Zahl entsprechend ihrer Rangreihe zugeordnet. Aber die Zahlen selbst haben keine mathematische, sondern allein eine inhaltliche Bedeutung. Entsprechend nutzen wir den Bewertungsrahmen voll aus. Der Tendenz, jedes ernstzunehmende Spiel nur im Bereich von 70%-90% zu bewerten, verschließen wir uns. Denn seien wir mal ehrlich: Entweder macht ein Spiel Spaß, trotz jeweiliger Schwächen, oder eben nicht. Unsere Kategorien sind daher nicht nur ein Audruck aller Qualitäten, sondern auch ein Hinweis darauf, wie interessant und spielbar der Titel ist.



Jede Kategorie entspricht Qualitätsstufen. Je höher, desto allgemein besser. Dabei bewerten wir immer im Rahmen des Untergenres. Ein Rollenspiel vom Stil eines Planescape: Torment hat andere Anforderungen, als ein Knights of the Old Republic, oder ein Gothic. Gute Elemente werden allen Titeln angerechnet - aber wir werden kein Baldur's Gate 2 abwerten, nur weil nicht alle Dialoge vertont sind.



Unser Anspruch an uns selbst ist folgender: Wir, die Tester, sind langjährige PC-Rollenspieler. Einerseits wollen wir unsere Erfahrung in die Bewertungen mit einfließen lassen, andererseits offen für Neuerungen sein. Gleichwohl testen wir Rollenspiele als Rollenspiele. Technik spielt eine untergeordnete Rolle. Halten Spiele nicht, was sie als Rollenspiele versprechen, ist das hingegen schon sehr bedeutsam. Ein Freespace 2 mag ein klasse Spiel sein - würde es als Rollenspiel vermarktet (was es nicht wird, dies ist nur ein Beispiel) würde die Wertung aber alles andere als positiv ausfallen.

Wir stellen keine Einzelkriterien auf - wie gut ist die Grafik? Weiß die Musik zu gefallen? Und so weiter. Das machen wir nicht. Ein Spiel wird als Gesamtheit gewertet, den Eindruck, den es hinterläßt. Natürlich gibt es Schwerpunkte, auf die geachtet wird. Reißt die Geschichte mit? Gibt es einprägsame Personen? Funktioniert das Charaktersystem? Macht das Gameplay Spaß? Welche Atmosphäre erzeugt das Spiel? Ist die Welt glaubwürdig? Was macht der Spieler eigentlich in der Welt?



Rollenspiele zeichnen sich durch drei Eigenheiten aus, durch die man sie gut von anderen Genres abgrenzen kann: 1. Der Spieler erlebt ein Abenteuer - egal, ob es sich um die Erfüllung einer uralten Prophezeiung, der Enthüllung der eigenen Geschichte oder die Flucht aus einem magischen Gefängnis dreht. 2. Das Abenteuer findet nicht in einem leeren Raum statt, sondern in einer mehr oder weniger ausgearbeiteten und im Spiel dargestellten Welt. 3. Die Spielfigur hat Werte, die sich anhand der Entscheidungen des Spielers festlegen, oder doch zumindest im Laufe des Abenteuers verändern lassen.

Dies sind Grundanforderungen, welchen wir an Rollenspiele stellen. Aus ihnen ergibt sich alles weitere. Welche Kategorien gibt es nun?



Legende (5 von 5): Diese Wertung ist den besten der besten vorbehalten. Jenen Spielen, die noch Jahre später die Meßlatte aller späteren Titel ihres Untergenres sind. Spiele, die einen so fesseln und mitreißen, daß sie zu einem Synonym für eine ganze Zeit, eine ganze Spielegeneration werden. Inhaltlich stimmt bei ihnen alles, und auch technisch geben sie sich in ihrer Zeit keine Blöße. Eine sehr geringe Bugdichte ist daher ebenso Voraussetzung wie durchweg positive Designentscheidungen. Ebenso müssen sie irgend etwas ganz besonders gut machen, was sie über die anderen Spiele herauswachsen läßt. Wer gegen das Untergenre keine Allergie hat, der muß hier zuschlagen.



Empfehlenswert (4 von 5): Diese Wertung ist jene guter und sehr guter Spiele. Titel, die zwar keine Sonnen am Rollenspielhimmel sind, aber durchaus vielen Spielern Freude bereiten - sofern sie dem Genre nicht vollkommen abgeneigt sind. Typisch empfehlenswerte Titel sind jene, die keine größeren Schwächen haben, gleichwohl keine herausragenden Eigenschaften, welche sie zu Legenden machen. Legenden sind zeitlose Klassiker, die jeder Rollenspieler einmal angespielt haben sollte. Empfehlenswerte Spiele hingegen, wenn Zeit, Geld und Lust vorhanden ist.



Für Genrefreunde (3 von 5): In diese Kategorie fallen Titel, die entweder Massenware und nur für Sammler interessant sind, oder ein hohes Frustpotential für genrefremde Spieler haben. Sei es ein sehr hoch angesetzter und nicht einstellbarer Schwierigkeitsgrad, sehr umständliche Steuerung, viel benötigte Zeit um in das Spiel hereinzukommen, störende Designentscheidungen, oder ähnliches. Diese Spiele sind nicht notwendigerweise schlechter als "empfehlenswerte" Titel, bloß sprechen sie eine geringere Käufergruppe an. Hier gibt es Schwächen, die aber nicht für alle Spieler relevant sind. Spielen sie für jemanden keine Rolle, kann er beruhigt zugreifen. Das sind Spiele, die insbesondere Fans eines bestimmten Untergenres interessieren dürften, alle anderen eher weniger.



Budgetkandidat (2 von 5): Vollpreistitel kosten viel Geld. Und man kann dafür einen entsprechenden Gegenwert erwarten. Ist dieser Gegenwert nicht erfüllt, sollte man erst zuschlagen, wenn es das Spiel vergünstigt gibt. Was meinen wir damit? Erstens die reine Spieldauer: Normalerweise findet keine Abwägung Quantität versus Qualität statt, allerdings sind wir der Meinung, ein Titel muß eine gewisse Mindestspielzeit bieten. Rollenspiele unter 20 Stunden werden daher grundsätzlich nie besser als Budgetkandidat bewertet.

Andererseits sollte ein Vollpreistitel schon so etwas wie eine Qualitätssicherung durchlaufen haben. Unserer Einschätzung nach sind Kunden keine Betatester. Eine Vielzahl technischer Fehler führt ebenso zu dieser Wertung - denn dann bezahlt man nicht nur weniger, sondern erhält zudem die ohnehin nötigen Patches direkt mit.

Auch mittelschwere inhaltliche Schnitzer können zu dieser Wertung führen. Eigenheiten, die zu einer Wertung "für Genrefreunde" führen, können von eben jenen übersehen werden. Konzeptschwächen hingegen, die selbst für ausgemachte Liebhaber des jeweiligen Subgenres zu Frustration führen, sind da nicht so einfach zu verschmerzen. Deutliche inhaltliche Fehler, die den Spielspaß zwar nicht zerstören, wohl aber immer wieder spürbar beeinflussen, führen ebenfalls zur "Budgetkandidaten"-Wertung. Immerhin setzt man sich nicht an ein Rollenspiel, um gefrustet zu werden.



Nicht empfehlenswert (1 von 5): Selbst schwerste technische Fehler wie Abstürze, zerschossene Aufträge, Grafikfehler, ja selbst ein kaputter Questgenerator und vieles mehr können behoben werden. Tatsächlich kann man, wenn man eine hohe Toleranzschwelle und das restliche Spiel gut ist, darüber hinwegsehen. Was ist aber, wenn das Spiel selbst krankt? Wenn das Spiel selbst keinen Spaß bringt? Oder nur kurz wie eine Runde Moorhuhn motiviert, und nicht länger, weil einfach alles fehlt, was Rollenspiele ausmachen? Nicht empfehlenswerte Spiele sind jene mit schweren inhaltlichen Fehlern, wo die Konzepte selbst nicht aufgehen. Budgetkandidaten haben noch einige, und Titel für Genrefreunde eine ganze Reihe rettender Qualitäten. Jene fehlen bei "nicht empfehlenswerten" Titeln.



Katastrophe (0 von 5): Stellen wir uns ein Spiel vor, in dem so gar keiner der Inhalte richtig funktioniert und Spielspaß bringt. Immerhin kann man sich dann doch noch immer so ein paar Minuten damit die Zeit vertreiben, wie man es mit Serious Sam oder Moorhuhn kann. Jetzt stellen wir uns aber mal vor, jener Titel wäre auch technisch eine absolute Katastrophe - heißt, selbst die simpelsten Handlungen wie das Abschießen eines vorbeifliegenden Flatterviechs ist unmöglich (im jeweiligen Kontext, versteht sich). Das sind Spiele, die wohl nie einen Betatest gesehen haben. Und vermutlich von ihren eigenen Entwicklern nicht gespielt worden sind, weil Konzept- und Technikfehler dem Spieler in die Augen springen. Stellt man sich nun so einen Titel vor, dann hat man eine Katastrophe. Sie sollten noch seltener als Legenden vorkommen. Leider gibt es auch sie.



Ich hoffe, das ist alles soweit verständlich. Nun kommt nämlich noch eine kleine Besonderheit. Es Entwickler, die durch guten Patchsupport anfangs problembeladene Spiele verbessern. Andere Entwickler sparen sich jeden ernstgemeinten Support, sobald sie das Geld des Kunden haben.

Manche Entwickler werkeln nicht nur am Spiel selbst, sondern garantieren auch eine Lebenszeit weit darüber hinaus: Ihre Titel sind durch Editoren und andere Programme modifizierbar, wodurch die Community das Spiel ihren Wünschen entsprechend anpassen und neue Inhalte schaffen kann. Andere Entwickler stellen erst nach Jahren oder nie Editoren bereit, gehen teils sogar gegen Modifikationsteams vor. Das ist etwas, was die Wertung schwieriger macht. Bewertet man das Spiel so, wie es in der Packung ist? Was ist mit zwei Spielen, die relativ gleiche Macken haben - bei einem der Entwickler aber bekannt dafür ist, Fehler durch Patches zu beseitigen, der andere jedoch nicht? Oder wenn bei einem Spiel die Community schon Tage nach der Veröffentlichung die ärgerlichsten Fehler korrigiert hat, während das beim anderen Titel gar nicht möglich ist?

Wir halten nichts davon, Fehler beim Test schon als korrigiert anzusehen - denn ob sie das werden, weiß man vorher nicht. Allerdings halten wir das unfair jenen Entwicklern gegenüber, welche wirklich ihre Spiele gut unterstützen - mit Patches, Editoren, vielleicht sogar kostenlosen Erweiterungen.

Daher vergeben wir zwei Wertungen: Einmal, wie das Spiel in der Verkaufsversion ist, also die Verkaufsversion. Und einmal, wozu das Spiel werden kann - so die Probleme behoben werden, wenn sie realistisch betrachtet behoben werden können, das Potential. Jeder Titel, egal ob neu oder alt, hat jene beiden Wertungen. Dazu eine letzte Anmerkung: In das Potential fließen keine kostenpflichtigen AddOns oder Sondereditionen!
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